Beim Heizungsgesetz gibt es eine überraschende Wendung: Mieter sollen besser geschützt werden — und Vermieter bekommen einen Grund mehr für Wärmepumpen.
Union und SPD wollten das Heizungsgesetz eigentlich beerdigen — und landen jetzt ausgerechnet bei einem Kompromiss, der fossile Heizungen für Vermieter ziemlich unattraktiv macht.
Der Grund: Wer seinen Mietern künftig Öl oder Gas einbaut, soll auch an steigenden Heizkosten beteiligt werden — und plötzlich sieht die Wärmepumpe gar nicht mehr so nach „Habecks grünem Vorzeigeprojekt“ aus, sondern nach ziemlich nüchterner Vernunft.
Perfekt ist das nicht: Die Regelung kommt spät, lässt Fragen offen und verschiebt Klimaschutz im Gebäudesektor weiter nach hinten.
Aber sie zeigt auch: Druck wirkt — von Mietern, Umweltverbänden, Heizbranche und allen, die keine Lust haben, die nächste fossile Kostenfalle auszubaden. Wir haben uns schriftlich an unsere Abgeordneten gewandt – waren damit sicher nicht allein – und so etwas wirkt. Es klappt. Demokratie und so.
Im Video schauen wir uns an, was sich geändert hat, warum die Union am Ende ziemlich genau dort landet, wo sie nie hinwollte — und warum ihr euch kurz auf die Schulter klopfen dürft.
