Union und SPD kippen die 65-%-Pflicht – und schaffen stattdessen eine „Biotreppe“, die Mieter langfristig Hunderte Euro monatlich kosten könnte.
Union und SPD haben mit ihrem Eckpunktepapier zum Gebäudeenergiegesetz die umstrittene 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen gekippt – stattdessen soll eine „Biotreppe“ mit stufenweise steigender Bio-Beimischung (ab 2029 zunächst 10 %) den Klimaschutz retten.
Für Eigenheimbesitzer ändert sich wenig: Wärmepumpen bleiben oft die wirtschaftlichste Wahl. Mieter jedoch landen in einer klassischen Kostenfalle – Vermieter wählen günstige Gasheizungen, Mieter tragen später die explodierenden Betriebskosten durch Biogas-Nachkauf, CO₂-Preis und steigende Gasnetzentgelte. CDU-Generalsekretär Linnemann spricht von „nur 30 € mehr im Monat“ für 10 % Beimischung – bei voller Umstellung auf 100 % wären es aber leicht 300 € oder mehr, weil der Markt für Bioenergie schlicht nicht existiert.
Energiepflanzen brauchen Flächen, die Deutschland gar nicht hat, und sind ineffizienter als Solar oder Wind. Das Ganze wirkt wie trotziges Wahlkampf-Festhalten an alten Versprechen – auf Kosten von Mietern und Klimazielen. Fossile Konzerne freuen sich über jahrzehntelange Bindung, der Gebäudesektor verfehlt weiter seine Ziele.
Zeit, Abgeordnete zu kontaktieren: Das ist noch kein Gesetz – und wir können Druck machen!!
Quellenverzeichnis
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Eckpunkte zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz
Das Eckpunktepapier der Fraktionen CDU/CSU und SPD zur Gesetzesänderung für Gebäudeheizungen. -
Jahresbilanz: Heizungsabsatz fällt auf niedrigsten Stand seit 15 Jahren
Wärmepumpen sind 2025 der meistverkaufte Wärmeerzeuger -
Haushalte zur Miete und im Wohneigentum
57,9 % der Deutschen wohnen zur Miete. -
Markus Lanz vom 25. Februar 2026
CDU Generalsekretär Carsten Linnemann im Gespräch mit Ulrike Herrmann zum Heizungsgesetzt bei Markus Lanz. -
Instagram Reel von Dracon zum Eckpapier der Fraktionen CDU/CSU und SPD
Dracon rechnet den Flächenbedarf nach, den dieses Projekt mit sich bringen würde. -
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